Nachhaltigkeit im Alltag

PLASTIK überall wo man hinsieht. Wir versuchen unsere Abfallberge zu reduzieren.

Ein Thema, das uns alle überallhin verfolgt, gerade im Jahr 2019: Nachhaltigkeit. Ohne jetzt über die schwerwiegenden Auswirkungen unseres masslosen Konsums zu schreiben, möchte ich mich direkt dem nachhaltigen Leben widmen. Ich selbst versuche mich seit Beginn diesen Jahres vegan zu ernähren und versuche auch in anderen Lebensbereichen auf mehr Nachhaltigkeit zu achten. Das Verbesserungspotenzial ist natürlich noch riesig, aber irgendwo muss man ja mal beginnen.

Wir haben uns in unserem Alltag bereits an so viele Dinge gewöhnt, dass uns unter Umständen gar nicht bewusst ist, wie viel wir tatsächlich ändern können, um der Umwelt zuliebe weniger Abfall zu produzieren. Egal wo wir hingehen (oder was wir zu uns nach Hause liefern lassen), überall ist alles in Unmengen Schichten Plastik und Karton gehüllt, den man sich sparen könnte. Im folgenden Text möchte ich euch Vorschläge aufzeigen, wie und wo auf Kunstoff, Plastik und sonstigen Abfall verzichtet werden kann.

Wasserflasche und Kaffee-Becher vs. PET und CO.

Ich denke (oder hoffe zumindest), dass die meisten SchülerInnen und Studierende, auch Arbeitstätige, bereits auf eine eigene wiederverwendbare Wasserflasche umgestiegen sind, sei diese aus Glas, Edelstahl oder aus Kunststoff. Falls du noch keine solche Trinkflasche hast, empfehle ich dir ganz dringend, eine zu holen, um auf die Verwendung von PET-Flaschen möglichst zu verzichten. Die Flaschen gibt es in vielen verschiedenen Farben, Designs und Materialien. Zurzeit benutze ich eine Glasflasche von squirme. Ist dir die Glasflasche doch zu heikel, gibt es die klassische «24 bottle» aus Edelstahl, diese gibt es in verschiedenen Grössen, Farben und Designs, mit Tee-Infusion oder ohne. Solche Flaschen werden heute in praktisch jedem Geschäft verkauft, sei dies im Supermarkt oder beim Buchhändler, darum herum kommt man fast nicht mehr.

Das gleiche gilt für Kaffee-/Tee-Becher. Leider haben wir an unserer Hochschule einen Kaffee-Automaten, der bei jedem Kauf einen neuen Pappbecher herausgibt, anstatt dass man den eigenen Becher darunter stellen könnte. Deshalb nehme ich den Kaffee am Morgen gerne auch von zu Hause mit an die Uni. Dazu habe ich mir verschiedene Bambusbecher gekauft, die ziemlich praktisch sind. Dabei gibt es auch hier verschiedene Becherarten, solche mit aufschraubbarem Deckel, solche mit Silikondeckel, der einfach draufgesetzt wird. Persönlich gefällt mir der aufschraubbare Deckel besser, da die Gefahr, dass mir Kaffee über die Hände leert wesentlich kleiner ist. Ich hatte meinen Bambusbecher bei Orell-Füssli (in einer Buchhandlung) gekauft, aber auch diese gibt es überall zu holen, in Online-Shops oder in Supermärkten.
Nun kam vor kurzem in den Nachrichten die Meldung, dass der Gebrauch von Bambusbechern gesundheitsschädigend sein kann, da sich das Bindemittel im Bambus bei heissen Temperaturen löst und in die Flüssigkeit abgibt. Deshalb habe ich mich auf die Suche nach einer Alternative gemacht und bin auf einen Becher aus Edelstahl gestossen, den mir meine Eltern mitgebracht haben. Ausprobiert habe ich ihn noch nicht, aber ich denke, er wird seinen Zweck erfüllen und mir meinen Kaffee warm behalten. Eine andere Möglichkeit zum Kaffeebecher sind solche aus Porzellan, die sind mir aber doch ein bisschen zu heikel.

Einkaufen (möglichst) ohne Plastik

Wir versuchen zu sparen wo wir können, nicht nur beim Geld, sondern auch beim Verbrauch von Plastik. Deshalb vergessen wir beim Einkaufen einfach alle Plastiktüten und ersetzen diese durch Stofftaschen, Rucksäcke, usw. Offenes Gemüse packe ich jeweils in diese Veggie-Bags, das sind leichte und blickdurchlassende Netztaschen. In den meisten Supermärkten gibt es diese Bags direkt beim Gemüse zu kaufen, ansonsten kann man sie auch gemütlich über das Internet bestellen (oder aus Vorhangstoff selber machen!). Wenn der Einkauf mal grösser ist, nehme ich einen Rucksack und zusätzliche Stoffbeutel mit, um die Ware nach Hause zu bringen. Für den Notfall steht in unserer WG sogar ein Einkaufstrolley, mit dem alles bequem transportiert werden kann.

Bambusbürste und Co. – weniger Waste im Bad

Auch im Bad gibt es eine Menge Möglichkeiten, nachhaltiger zu leben. Vor ungefähr einem Jahr bin ich auf die Bambuszahnbürste von Sidco umgestiegen, diese besteht komplett aus Bambus, also auch die Borsten. Am Anfang war der Gebrauch gewöhnungsbedürftig, da die Borsten ziemlich hart sind, im Vergleich zu Plastikzahnbürsten. Die Verwendung der Bambusbürsten funktioniert ansonsten aber genauso gut, wie diese von herkömmlichen Plastikbürsten, dies bestätigte mir so auch mein Zahnarzt.

Handseife kaufe ich immer in Blockform (Hartseife), nie als Flüssigseife, da die Blockseife jeweils einfach in Karton verpackt ist. Und Duschgel, Shampoo, etc. benutze ich jeweils solche, die vegan und ohne Tierversuche hergestellt wurden. In naher Zukunft werde ich auch hier auf die Hartseife umstellen (zumindest zum Waschen des Körpers), sobald meine Flaschen die ich noch zu Hause habe, aufgebraucht sind. Verbesserungspotenzial bei mir sehe ich auf jeden Fall beim Verbrauch von Wattepads und -stäbchen (vor allem beim Schminken). Im Webshop «Bambusliebe.de» habe ich bereits passende Alternativen für beide dieser Probleme gefunden. Auch der lokale Unverpackt-Laden bietet wiederverwendbare Abschminkpads an, die nach Gebrauch einfach gewaschen werden können. Mein Ziel ist es also auch hier möglichst bald umzusteigen.

Es gibt viele weitere Möglichkeiten, im Alltag auf Nachhaltigkeit zu setzen, sei dies beim Verzicht auf Plastik oder das Auto. Wichtig ist, dass sich jeder seinem Konsum bewusst ist und versucht diesen möglichst nachhaltig zu gestalten, denn jeder von uns ist verantwortlich für die Zukunft und Gesundheit dieser Erde.

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