So überlebst du die Prüfungsphase

Ich glaube, wir sind uns alle einig, wenn ich sage: Student sein ist echt cool. Es gibt nur einen gewaltigen Nachteil. Die Prüfungsphase ist mit Abstand der schlimmste Teil des Semesters. Viele Prüfungen auf einmal, Stress, wenig Schlaf, Frustessen und noch mehr Stress. Darum hier fünf (mehr oder weniger ernst zu nehmende) Tipps für deine Prüfungsphase.

1. Lernplan erstellen

Was wäre diese Liste ohne die typischen Tipps, die man überall nachlesen kann. Aber hier nochmals zur Vollständigkeit, wie man einen Lernplan erstellt:

  • Schreib alle deine Module auf.
  • Geh die Folien oder deine (wahrscheinlich nicht vorhandenen) Notizen kurz durch und schätz anhand dem gewonnen Überblick den Aufwand in Stunden.
  • Nimm dir deinen Kalender und staune darüber, wie verstaubt er ist.
  • Trag dir ein, wann du was lernen möchtest. Ich bevorzuge jeweils eine Einteilung von Halbtagen und ganzen Tagen pro Modul.

Wie deine Prüfungsphase nun Ablaufen wird:

Fazit: Dein Lernplan bringt nur etwas, wenn du dich auch einigermassen daran hältst.
Quelle: Selbst gezeichnet aus eigener Erfahrung. Schön, oder?

2. Snacks

Der Lernplan ist erstellt, nun gibt es keine Ausrede mehr. Jetzt wird gelernt. Du beginnst die notwendigen eBooks und PDFs zu öffnen, als du ein Knurren hörst. Also EIGENTLICH hast du ja noch ein wenig Zeit übrig und Essen ist sowieso MEGA wichtig, darum erst Mal einen Snack gönnen.

Ich brauch immer reichlich Hirn- und Nervenfutter während dem Lernen, welches gleichzeitig auch ein wenig den Frust des Lernens mildert. Dazu greife ich gerne mal zu Krackern, Knäckebrot, Früchten, Schokolade, Nüssen oder schneide mir ein paar Gurken-Sticks zurecht.

3. Musik

Schwieriges Thema, denn da gehen die Geschmäcker weit auseinander. Ich lerne am besten ohne Musik oder mit leichter Hintergrundmusik. In meiner ersten Prüfungsphase hatte ich eine unglaublich gute Idee und habe mir den Soundtrack meines Lieblingsspiels Animal Crossing auf Youtube angehört während einer Lernsession. Dabei fiel mir auf wie einfach es ist mich zu konditionieren. Natürlich war ich als Kind stets sehr glücklich, wenn ich Animal Crossing spielen konnte, somit verbinde ich mit dem Soundtrack sehr viele positive Gefühle, was mir das Lernen sehr erleichtert hat.

Ausserdem kann ich keine Musik mit Songtext hören, da sonst die Mitsing-Tendenz drastisch steigt. Beliebte Genres zum Lernen sind Klassische Musik und Jazz . Auf deiner Musik-Streaming Plattform findest du bestimmt auch Lo-fi Beats oder Lern-Playlists. Schau dich mal um, vielleicht entdeckst du noch das ein oder andere gute Lied!

4. Verschnaufpause

Gönn dir genügend Pausen, damit deine Konzentration nicht zu schnell aufgebraucht ist. Die Gefahr ist wahrscheinlich jedoch grösser, dass du tendenziell zu viel Pausen machst, darum hier einige Richtwerte:

  • nach Bedürfnis eine Unterbrechung von ca. 1 Minute
  • nach 30 bis 40 Minuten eine kleine Pause von 5 Minuten
  • nach 90 Minuten eine Kaffeepause von 15 – 20 Minuten
  • nach 3 bis 4 Stunden eine Erholungspause von mind. 1 Stunde

Es gibt auch Konzentrationsapps wie Forest, bei welchen du dein Smartphone nicht vor der vorher eingestellten Zeit öffnen darfst. Bei jeder erfolgreichen Lernsession wird in deinem Garten ein Bäumchen gepflanzt und über deine gesamte Prüfungszeit kannst du dir einen schönen Wald anpflanzen. Meditieren kann während der Pause helfen, deine Konzentration wieder zu sammeln. Hierfür empfehle ich 7Mind.

5. Akzeptieren, dass deine geleistete Arbeit reichen muss.

Selbst nach tage- und nächtelangem Lernen wirst du merken, dass du niemals alles schaffen wirst, was du dir vorgenommen hast. Die ersten Panikattacken setzen ein, alles scheint hoffnungslos, du wirst ja sowieso nicht fertig mit dem ganzen Stoff, die Prüfung wird bestimmt viel schwerer als du denkst, der/die Dozierende ist ja eh blöd und das Modul ist auch scheisse… Oder anders gesagt: Du denkst, lernen bringt ja eh nichts mehr. Das denkst du zumindest.

Wenn ich in diesen Strudel falle, hilft mir vor allem eine Erkenntnis:
Ich kann nicht mehr als 100% geben. Wenn das nicht reicht, dann ist das halt so. „Gib einfach dein Bestes“ – hat bestimmt schon mindestens eine liebe Person in deinem Umfeld mal zu dir gesagt. Hör auf sie! Schlussendlich wirst du merken, dass alles doch noch irgendwie geht. Grundsätzlich gilt:

  • Kürz den Stoff dort, wo der/die Dozent/in selbst nicht so viel Zeit verbraucht hat.
  • Es lohnt sich nicht alles wortwörtlich zu wissen.
  • Vertrau auf das bereits gelernte. In Stresssituationen ist dein Hirn zu Meisterleistungen fähig!
  • Lieber für alles ein bisschen, als für ein Modul alles und die anderen nichts.


Habt ihr noch weitere Lerntipps? Schreib sie doch in die Kommentare und vielleicht hilfst du anderen damit.

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