Vegane Zimtsterne backen

Ich habe zum ersten Mal versucht vegane Weihnachtskekse zu backen und mich dabei an das Zimtstern-Rezept von Peta gehalten. Das hat, bis auf ein paar kleine Anpassungen, ganz gut funktioniert:

Die Zutaten

Wie sie im Rezept beschrieben sind:

Für die Zimtsterne:
200g Puderzucker
2 EL Zimt
8 EL Wasser
1 EL Zitronensaft
200g gemahlene Mandeln
200g gemahlene Haselnüsse
1 EL geriebene Orangenschale

Für die Glasur:
150g Puderzucker
Etwas Wasser
1 TL Zimt

Wie gross soll denn ein Esslöffel sein? (Problem °1)

Als erstes habe ich mir ein Mise-en-Place erstellt habe und alle Zutaten gewägt, um sie dann in einer grossen Schüssel zusammenzumischen, damit ein Teig entstehen kann. Aber bereits hier das erste Hindernis: die „8 EL Wasser“ sind definitiv zu wenig für diese Menge an gemahlenen Nüssen. Sind meine Esslöffel zu klein oder wie kann das Wasser so viel zu wenig sein? Aber lieber zu wenig Wasser als zu viel, denn beigeben kann man immer, deshalb also habe ich also einfach noch einen „guten Schluck“ Wasser in die Schüssel gegeben, so dass sich die Zutaten gut vermengen liessen (I know, diese Mengenangabe ist nicht wirklich besser, aber man muss einfach ein bisschen ausprobieren, bis es passt). Wie im Rezept geschrieben stand, kam mein Teig sehr klebrig raus, das muss demnach so sein.

Problemchen número Dos

Das Teig-Erstellen ging ziemlich flott, deshalb konnte ich bereits den Ofen auf 230°C vorheizen. Hier kam es aber gleich zum nächsten Problemchen, denn im Rezept wird nicht angegeben welche Backofeneinstellung gewählt werden soll. Bezieht sich diese Temperatur auf Umluft oder Ober-Unter-Hitze, oder sonst was? Ich hab mich dann für Umluft entschieden, da ich sowieso meistens Umluft verwende, war also nicht ganz so tragisch. Ausserdem steht im Rezept nicht, auf welcher Rille das Backblech platziert werden muss, deshalb kam es bei mir ganz einfach in die Mitte des Backofens.

In der Zeit, in welcher der Backofen vorheizt, habe ich begonnen, die Kekse auszustechen. Dazu wurde der Teig ca. 1cm dick ausgerollt (kleiner Tipp am Rande: wer kein echtes Wallholz besitzt, wie wir in unserer WG, kann ganz einfach eine alte Weinflasche (oder eine andere Flasche aus Glas) benutzen (natürlich nicht vergessen die vorher abzuwaschen)). Damit der Teig nicht auf der Arbeitsoberfläche kleben bleibt, habe ich ein wenig Mehl darauf verstreut. Auch das Wallholz (aka Wallglas) musste ich mit Mehl einpudern, da der Teig so klebrig war. Obwohl der Teig ziemlich brüchig aussah, konnte ich ihn dennoch gut verarbeiten und problemlos zwei ganze Blech mit ausgestochenen Zimtsternen belegen.

An diesem Punkt habe ich natürlich vom Teig genascht und musste feststellen, dass er ganz anders schmeckt, als wenn ich zusammen mit meiner Mama gebacken habe. Dies liegt an der geriebenen Orangenschale, diese liefert einen ziemlich intensiven Geschmack ab. Dennoch hat mir der Teig sehr geschmeckt (UND ich habe keine Bauchschmerzen vom rohen Teig bekommen, also win).

Weiter zum nächsten Schritt: die belegten Bleche wurden nun nacheinander für je 5 Minuten in den Ofen gesteckt. Zum Abkühlen habe ich sie auf den Balkon gebracht. Wenn die Kekse frisch aus dem Ofen kommen, sind sie noch ganz weich, deshalb sollte man aufpassen, wenn man sie auf ein Kuchengitter o.ä. schaufeln möchte. Mit dem Abkühlen werden die Zimtsterne dann aber auch ein weniger härter und essbarer.

Zeitmanagement auch beim Backen!

Das Backen ist bis ja ziemlich schnell gegangen, es wäre eine Schande, würde ich jetzt noch 1.5h mit dem Glasieren der Sterne verbrauchen. Nun ja, das passiert, wenn jeder Stern einzeln bestrichen werden muss. Obwohl ich denke, dass ich in solchen Arbeiten schon eher langsamer bin als andere. Zum Bestreichen habe ich einen Holzzahnstocher genommen, da ich das Gefühl hatte, dass die Glasur zu dickflüssig war, um mit einem Pinsel verstrichen zu werden.
Währenddem ich noch die restlichen Sterne am glasieren war, waren die ersten Kekse komplett ausgekühlt und auch die Glasur hat sich verfestigt. Das heisst, es ist Probier-Zeit! Die Zimtsterne schmecken super, auch ganz ohne Ei und Kirsch, und auch wenn sie nicht ganz das gleiche sind, wie Mama sie gemacht hat.

Kleine Alternativen

Alternativ kann die geriebene Orangenschale auch weggelassen werden, wenn man den Geschmack von Orangen in seinem Gebäck nicht mag. Damit die Glasur nicht so braun wird, wie bei meinen Zimtsternen, kann man ganz einfach den Zimt weglassen, das Problem ist dann einfach, dass der Puderzucker einen sehr dominanten Geschmack hat.

Fazit: Das Rezept hat mich tatsächlich überzeugt und es freut mich, dass ich nichts spezielles für den Ei-Ersatz gebraucht habe. Und natürlich freut es mich, dass das Resultat ziemlich gut rausgekommen ist. Und nun, schmeisst eure Lieblings-Weihnachtssongs an und viel Spass beim Nachbacken!

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